Isle of Skye

Highlands Episodes #5: Naturwunder Isle of Skye

Auf Wiedersehen Glencoe, es war schön bei dir, aber die Isle of Skye ruft nach uns!

Wir fahren Richtung Isle of Skye und halten im Dorf Glenfinnan an. Hier am Nordende vom Loch Shiel steht das Glenfinnan Monument, um den Platz zu markieren, an dem 1745 die Standarte von Prinz Charles Edward Stuart zu Beginn der zweiten Jakobiterrevolte gehisst wurde. Ein paar hundert Meter weiter im Tal steht das Glenfinnan Viaduct. Eine 380 Meter lange Eisenbahnbrücke, über die täglich (außer Samstags) die Dampflokomotive „The Jacobite“ fährt. Auch bekannt als Hogwards Express. Leider haben wir kein Glück, während unseres Aufenthalts hier fährt keine Bahn drüber. Je näher wir der Brücke kommen desto größer und imposanter werden die Säulen.

Mallaig

Nach einer Weile fahren wir weiter nach Mallaig, dem rustikalen Hafenörtchen in dem unsere Fähre zur Isle of Skye ablegt. Zu unserer Überraschung steht hier gerade der „Hogwards Express“ im Bahnhof. Obwohl Mallaig recht klein ist, hat dieser Hafen doch echten Charme. Wir schlendern ein wenig durch die Gassen und entdecken dabei neben einem schicken Street-Art Exemplar auch ein schickes Louis Bike.

Auf Deck der Fähre müssen wir leider feststellen das wir diesmal wohl kein Glück mit dem Wetter wie auf der Isle of Mull haben werden. Schade! Aber laut den Vorhersagen sollen die nächsten Tage super werden. Wir sind gespannt.

Portree – Hauptort der Isle of Skye

Unser erstes Ziel auf der Isle of Skye ist der Hauptort Portree, der für seine bunten Häuserfassaden bekannt ist. Es ist schon ganz schön hier, aber Tobermory auf der Isle of Mull war irgendwie viel schöner, verschlafener. Wir essen wieder einen Backfisch, aber auch dieser hat in Tobermory besser geschmeckt.

Uns hält es hier nicht lange und so machen wir uns auf den Weg zum Coral Beach, wir hoffen hier wieder am Strand schlafen zu können. Leider sind wir ein wenig enttäuscht als wir ankommen, und wieder muss sich Skye mit der Mull messen, die Calgary Bay auf der Isle of Mull war viel schöner!

Neist Point Lighthouse – im Nebel

Nächster Versuch, der Leuchtturm Neist Point. Wir schaffen es aber leider nur bis zum Parkplatz, denn hier ist der Nebel so dicht das wir nicht einmal das Ende der Klippen sehen können. Schlafen können wir hier auch nicht, zu viele Autos. Wir fahren also wieder landeinwärts und müssen zweimal unseren Schlafplatz aufgeben, da wir von unzähligen Midges attackiert werden sobald wir einen Fuß nach Draußen setzen. Irgendwie hatten wir uns den Start auf der Isle of Skye besser vorgestellt.

Quiraing – im Nebel

Am nächsten Morgen das gleiche Bild; Nebel, Wolken, Regen. Wir fahren zum Quiraing. Durch Erdrutsche und geomorphologische Prozesse ist hier eine ungewöhnliche Formation entstanden, durch die eine einsame Straße mit vielen Serpentinen führt. Leider sehen wir davon wegen des Nebels nicht viel, die Fahrt über die kurvige Straße macht aber trotzdem Spaß. Auf einmal taucht am Straßenrand ein Pärchen auf, komplett schottisch gekleidet. Einen kurzen Moment haben wir das Gefühl mitten in der Serie Outlander gelandet zu sein, so wie die beiden über sich herfallen. Einen kurzen Augenblick später merken wir, dass es sich hier um ein Foto-Shooting handelt.

Lealt Falls

An der Ostküste angekommen fahren wir Richtung dem Wasserfall „Lealt Falls“, und merken eine leichte Verbesserung des Wetters. Bei den Lealt Falls bleiben viele Touristen an der Aussichtsplatform stehen. Dabei liegt der eigentliche Schatz doch viel weiter unten. Über einen kleinen Pfad gelangt man bis hinunter in die Schlucht. Hier finden wir nicht nur eine alte Ruine, sondern können auch bis zum Fuße des Wasserfalls laufen.

Kilt Rock

Das coole hier ist, das der nächste Wasserfall Kilt Rock gleich in der Nähe ist. Dieser Wasserfall fällt von den Klippen der Ostküste direkt ins Meer. Als wir ankommen wird die Gischt bereits vom Wind nach oben über die Klippen gepeitscht. Entstanden ist dieser Wasserfall vor 60 Millionen Jahren, als Lava hier entlang floss.

Wandern am Old Man of Storr

An der Ostküste der Isle of Skye folgt ein Highlight auf das Nächste. Eine Wanderung entlang des Old Man of Storr konnten wir uns nicht entgehen lassen. Hier stehen Basaltgesteine, die sich teilweise bis zu 48 Meter in die Höhe türmen. Eine 719 Meter hohe Abbruchkante, „The Storr“ genannt ist hier das Highlight. Daneben gibt es noch seine „Familie“, mehrere urige Felsnadeln. Wir wandern also zwischen diesen Riesen umher und kommen uns dabei selbst total klein und unbedeutend vor.

Old Man of Storr
Neist Point Lighthouse – bei Sonnenuntergang

Kaum zurück von Old Man of Storr merken wir wie das Wetter sich rasend verändert. Eben noch total bedeckt, kämpfen sich die Sonnenstrahlen Ihren Weg zur Insel frei. Wir entscheiden dem Leuchtturm „Neist Point“ noch eine Chance zu geben. Während unserer Fahrt quer über die Insel entwickelt sich das schönste Wetter. Wir treffen noch ein paar Highlander, bevor wir wieder am Parkplatz des Leuchtturms ankommen.

Es ist bereits Abend und ein schöner Sonnenuntergang kündigt sich an. Sollten wir etwa endlich mal Glück haben und ein schönes Sonnenuntergangs-Foto schießen können? Auf all unseren Reisen hatten wir immer Pech.

Es soll tatsächlich klappen, seht euch das an:

Der Leuchtturm und die ganzen Klippen werden in ein warmes Rot getaucht, einfach schön!

Da hier wieder zu viele Autos parken, fahren wir zum Fairy Glen, hier soll es atemberaubende Hügellandschaften geben. Da es bereits dunkel ist sehen wir bei unserer Ankunft davon aber noch nicht viel. Wir machen es uns also im Auto gemütlich und fallen irgendwann erschöpft in den Schlaf.

Fairy Glen – oder auch „Auenland“

Es ist früh am Morgen, die Scheiben sind total beschlagen, die Nacht war wohl doch recht kalt. Als wir die Heckklappe öffnen haben wir das Gefühl im Auenland angekommen zu sein. Diese Gegend könnte glatt Schauplatz vom „Hobbit“ oder „Herr der Ringe“ gewesen sein. Saftig grüne Hügel mit tiefen Tälern soweit man sehen kann. Wir können uns garnicht entscheiden, ob wir zuerst durch die Schluchten, oder doch lieber über die Hügel wandern wollen. Das Wetter ist super, es soll heute sogar richtig heiß werden. Wir machen also noch ein paar Aufnahmen mit unserer Drohne, wandern erst durch die Täler und dann über die Hügel, bevor wir zu den Fairy Pools weiterfahren. Dort soll man in von der Natur geschaffenen Pools baden können.

Ein Bad in den Fairy Pools

Mit Badesachen und Handtuch bewaffnet machen wir uns auf den Weg zu den Pools. Wir haben geschätzte 30° und wir wollen schwimmen! Wir finden einen kleinen Pool der noch frei ist, das Wasser ist zwar arschkalt aber es ist auszuhalten. Nach ein bisschen Rumgeplantsche finden wir sogar einen kleinen Gang zu einem versteckten Wasserfall. Wir sind in Schottland und schwimmen direkt an einem Wasserfall, wie cool ist das bitte? Spontan entscheiden wir uns den nächsten Tag komplett hier zu verbringen, denn es soll wieder so schön werden wie heute.

Im nächsten Teil geht es vorbei an mehreren Castles und Lochs Richtung Cairngorms Nationalpark. Unsere letzte große Station bevor es wieder in die Heimat geht.

 

Bis dahin findest du in unserer Übersicht alle anderen Teile unserer Highlands Episodes.

 

 

2 Antworten
  1. schwertiontour
    schwertiontour says:

    Da jagt ja echt ein Highlight das nächste. Wirklich mega schöne Fotos. Streetart interessiert mich zwar nicht, aber etwas Abwechslung ist auf jeden Fall auch nicht verkehrt. Toller Bericht ! Und bei so wechselhaftem Wetter kann es bestimmt nicht schaden, mehr Zeit zur Verfügung zu haben. Dann kann man auch mal ein paar Tage auf schöneres Wetter warten. Wie lange würdet Ihr sagen, wärt ihr gerne insgesamt länger geblieben in Schottland ?

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    • ChrisCat
      ChrisCat says:

      Hey Schwerti,

      als wir empfanden die 3 Wochen mehr als ausreichend. Hatten sogar 2 Tage dabei, wo wir nicht so recht was mit uns anzufangen wussten…

      Antworten

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