Brockenbahn im Winter

Winterwunderland Harz

In Bremen herrschte wieder mal tristes Wetter. Alles grau in grau. Weihnachten rückte immer näher aber bei uns wollte nie so richtig die weihnachtliche Stimmung aufkommen. So kam es, das wir eines Abends in unserer „unweihnachtlichen“ Wohnung saßen, und überlegten, ob es nicht ein winterliches Ziel in der Nähe gibt. Verschneite Wälder, ein verträumter Weihnachtsmarkt und eine gemütliche kleine Wohnung war unser Ziel. Gefunden haben wir es letztlich im Winterwunderland Harz, etwa 2 Stunden mit dem Auto entfernt. Hier hatte es gerade viel Schnee gegeben und wir hofften das dieser die 2 Wochen bis Weihnachten halten würde, denn wir haben direkt über die Weihnachtstage eine schicke Airbnb-Wohnung in Braunlage gefunden. Von hier aus konnten wir in ca. 30 Minuten jede Menge Attraktionen anfahren.

Weihnachten im Winterwunderland Harz

Nach unserem Check-In der dank Whatsapp super flexibel über die Bühne ging, entschieden wir uns dem Weihnachtsmarkt in Goslar einen Besuch abzustatten. Die vielen Hütten eingebettet in die engen verträumten Gassen Goslar’s waren wirklich sehr einladend. Das besondere Highlight, für den dieser Markt in ganz Deutschland bekannt ist, ist der Weihnachtswald. 60 große Nadelbäume werden jedes Jahr zusammen mit duftendem Waldboden mitten in der Altstadt aufgebaut. Die Bäume waren alle mit Lichterketten geschmückt, und ein paar Glühwein-Hütten wurden in den Wald eingebettet.

Am Tag des Heiligen Abends waren wir die meiste Zeit in den verschneiten Wäldern unterwegs. Der Nebel zog immer wieder durch die Baumkronen und sorgte für mystisch wirkende Wanderwege.  Die Wanderungen im Bodetal zur Teufelsbrücke sowie die Runde um den Oderteich waren echte Abenteuer. Besonders für den Rundweg am Oderteich sollte man rechtzeitig losgehen. Wir ahnten nichts Böses und waren hier recht spät unterwegs. Leider fanden wir uns irgendwann in knietiefem Schnee wieder, denn der Wanderweg führt die letzten Kilometer eigentlich über einen Holzsteg, der jedoch durch den Schnee nicht mehr zu sehen war. Wir kämpften uns also durch die Fußstapfen unserer Vorgänger, während es immer dunkler wurde. Gerade noch rechtzeitig vor der totalen Dunkelheit schafften wir es zurück zum Parkplatz. Eine bessere Ausschilderung oder sogar ein Warnhinweis bei diesen Bedingungen wären schön gewesen liebe Parkverwaltung!

Der 1. Weihnachtstag stand im Zeichen eines kleinen Roadtrips durch den Harz. Gleich zu Anfang entdeckten wir die Königshütter Wasserfälle. Leider lagen hier nur noch wenige Reste vom Schnee. Der Wasserfall war trotzdem Super! Als Nächstes ging es für uns zu der Rappbodetalsperre. Seit kurzem gibt es hier auch die Hängebrücke „Titan“. Mit ihren 483 Metern gehört Sie sogar zu den größten der Erde. Für Abenteuerer gibt es hier im Sommer noch eine Zipline und die Möglichkeiten eines Bungee-Sprungs. Um 15 Uhr nahmen wir dann die letzte Führung durch die Iberger Tropfsteinhöhlen. Ganz Nett, aber mit gerade mal 20-30 Minuten Aufenthalt auch nichts Besonderes. Leider war hier wegen der Fledermäuse das Fotografieren verboten.

Unser größtes Abenteuer hatten wir uns für den letzten Tag aufgehoben. Die Wanderungen auf den Gipfel des Brocken. Alle Tage vorher war für heute immer das beste Wetter der Woche angekündigt, am Morgen sah es jedoch ganz anders aus. Dichter Nebel hatte sich nun sogar bis in die Täler vorgekämpft. Wir wollten uns den Aufstieg jedoch nicht entgehen lassen. Vom Parkplatz Oderbrück aus kämpften wir uns die 7.2 Kilometer durch dichtes Schneegestöber und Böhen von 120 Kmh hinauf auf den Gipfel. Allein auf dem letzten Kilometer wurden wir so nass, das unsere Kleidung triefte und erstmal im Bahnhof getrocknet werden musste, so nass wurden wir mit der gleichen Ausrüstung nicht mal in Schottland. Respekt, Brocken!

Auf dem Weg hinunter hatte sich das Wetter total geändert. Auch die Sonne zeigte sich kurz. Die Wanderung führte uns entlang der Schienen der Brockenbahn. Diese lies auch nicht lange auf sich warten und bot uns die Möglichkeit super Bilder zu schießen. Geil! Wie die Bahn sich dampfend durch die Schneelandschaft schlängelt war beeindruckend. Durch die Kälte kam der Dampf besonders zur Geltung.

 

Natürlich haben wir wie es sich für uns gehört auch ein kurzes Video aus dem Winterwunderland Harz mitgebracht. Viel Spaß beim Anschauen.

 

Noch mehr weihnachtliche Wintereindrücke aus dem Winterwunderland Harz gefällig?

Frauke und Johanna stellen euch auf ihrem Blog we2ontour den Goetheweg auf den Brocken im Winter vor.

Tolle Fotos vom traditionellen Weihnachtsmarkt in Stolberg haben John und Marc mitgebracht.

Pauline war im Harz Schneeschuhwandern. Sie stellt euch die Wanderung vom Örtchen „Elend“ auf den Wurmberg vor.

 

4 Antworten
  1. Frauke
    Frauke says:

    Respekt, dass ihr euch trotz des miesen Wetters auf den Brocken gekämpft habt. 🙂 Wir hatten bei unserem Aufstieg im Januar scheinbar richtig Glück und durften den Brocken bei klirrender Kälte, aber schönstem Sonnenschein bewundern.
    Danke fürs Verlinken!

    Liebe Grüße
    Frauke

    Antworten
    • ChrisCat
      ChrisCat says:

      Hallo Frauke,

      groß umsehen konnten wir uns auf dem Brocken leider nicht. Wenn einem Hagel mit 120 Sachen ins Gesicht fegt kann man die Augen kaum auf machen 😀

      Aber wenn wir schönes Wetter gehabt hätten, wäre es uns am Ende wohl sowieso zu langweilig gewesen 😉

      Viele Grüße

      Antworten
  2. Jörn Siegroth
    Jörn Siegroth says:

    Hey!
    Durch deinen Kommentar auf meiner Seite, bin ich hier bei euch gelandet.
    Der Blog Artikel liest sich super und die Bilder bzw. das Video sind auch spitze. Macht weiter so!
    LG Jörn Siegroth

    Antworten

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