Vanlife im Harz

Vanlife im Harz – Unsere Vanweek mit „Line“

Im Urlaub spontan von einem Ziel zum nächsten zu fahren, ohne an eine feste Unterkunft gebunden zu sein, das bedeutet für uns Freiheit. Auf unserem Blog gibt es ja schon einige Beiträge über unsere bisherigen Roadtrips. Wir lieben diese Art des Reisens einfach. Nun war es für uns an der Zeit, das ganze auf die nächste Stufe zu heben, und mal dieses „Vanlife“ auszuprobieren,, dass man überall auf Insta & Co. sieht. Vanlife im Harz sozusagen.

Das erste Mal Vanlife

Wir haben uns daher kurzfristig einen ausgebauten Ford Transit geliehen, um damit in Richtung Harz Nationalpark zu fahren. Ein bestimmtes Ziel hatten wir nicht vor Augen, nur eben in den Harz sollte es gehen, vielleicht mit dem Einen oder anderen Zwischenstopp. Schön über Landstraßen juckeln, und vielleicht mal einen Fotostopp einlegen, eine herrliche Vorstellung für uns.

Eigentlich hatten wir geplant, die Ostküstenregion unsicher zu machen, aber bereits beim Abholen von „Line“ dem Van, haben wir gesehen, wieviele Camper in diese Richtung unterwegs waren. Kein Wunder, die Sommerferien hatten ja auch gerade begonnen. Der Harz war in dieser Hinsicht genau die richtige Entscheidung. Dazu später mehr.

Ein Sommerabend am großen Bullensee

Den ersten Halt legten wir jedoch bereits am großen Bullensee in Rotenburg ein. Es war bereits später Nachmittag, bevor wir mit dem Beladen unsrer Vorräte fertig waren, daher wollten wir nicht direkt eine lange Fahrt einlegen, sondern irgendwohin wo es schön ist, und schnell zu erreichen. Die Entscheidung fiel direkt auf den Bullensee. Vor einiger Zeit haben wir hier eine tolle Wanderung auf dem Dör’t Moor Wanderweg von Nordpfade gemacht, die wir übrigens sehr empfehlen können. Der große Bullensee überzeugt uns durch sehr sauberes Wasser und einen wirklich sehr flachen Einstieg. Gerade für kleine Kinder ist es hier traumhaft. Auch die Liegeflächen inklusive Spielplatz sind sehr schön angelegt und es gibt viele Schattenplätze. Da uns auch der Parkplatz unter Bäumen sehr gut gefallen hat, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen hier die erste Nacht zu verbringen. Mit leisem Zirpen der Grillen schlufen wir ein, und freuten uns dabei auf den nächsten Tag.

Stellplatze am großen Bullensee
Toben im Potts Park und ein Ausflug an den Gevattersee

Nach einer sehr ruhigen & erholsamen Nacht am Bullensee, hat Christian noch ein morgendliches Bad im See genommen, bevor wir uns auf den Weg zum Potts Park in der Nähe von Minden machten. Wir wollten, dass Samuel sich mal wieder richtig austoben kann und der Park war dafür genau richtig. Es gibt dort viele Fahrgeschäfte, in denen bereits kleine Kinder mitfahren können. Außerdem gibt es hier einen großen Rutschenturm, einen Wasserspielplatz und das Riesenhaus. Der Park ist zwar nicht so schön angelegt wie die großen bekannten Freizeitparks, aber dafür gibt es viele Attraktionen auf engstem Raum, so mussten wir in dieser glühenden Hitze wenigstens keine weiten Strecken laufen. Die Sonne brannte an diesem Tag förmlich vom Himmel. Zum Essen & Trinken im Park können wir nichts sagen, da wir unsere eigene Verpflegung dabei hatten.

Familienspaß im Potts Park

Nach einigen Stunden bei über 30 Grad und purer Sonne, sind wir für den Abend an den Gevattersee nach Bückeburg gefahren. Wie sich herausstellte, ist der See ein angesagter Treffpunkt unter Jugendlichen und es gibt dort auch keine schönen Badestellen. Daher durfte Samuel hier nur ein paar Steine werfen, bevor es zurück zu Line ging. Am Stellplatz angekommen, wurden wir von unzähligen Mücken attackiert. Wir ergriffen daher direkt die Flucht und fanden einen Platz auf einem Wanderparkplatz direkt unterhalb vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Ein kleiner Glücksgriff, aber dazu gleich mehr.

Abends am Gevattersee
Tolle Aussichten und Spaß am Wasser

 

Da wir ja nun bereits in der Nähe vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal stehen, wollten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen eine kleine Wanderung vom Wanderparkplatz bis hoch zum Denkmal zu unternehmen. Leider haben wir den Sonnenaufgang verschlafen, es wäre sicher ein Traum gewesen hier oben, denn die Aussicht ist wirklich schön. Auch bei Samuel war die Freude groß, denn hier oben gibt es einen nagelneuen Spielplatz. Wir genossen eine Zeit lang die tolle Aussicht und fuhren dann mit dem Van endlich in den Harz. Unser Vanlife im Harz sollte nun endlich losgehen. Die Klimaanlage lief auf Hochtouren als wir uns ohne Navi von der Landschaft leiten ließen und dabei an schönen Dörfern und endlosen Alleen entlang kamen. Schließlich hatten wir auch keinen Zeitdruck.

Wir landeten letztlich an einem kleinen Wasserspielplatz bei Bockswiese am oberen Flößteich. Ein paar Familien waren bereits hier, aber für so einen schönen Platz war erstaunlich wenig los. Dieser Eindruck ließ sich auch auf unsere anderen Ziele im Harz übertragen. Es war goldrichtig, nicht an die Ostsee, sondern in den Nationalpark zu fahren. Samuel hat sich hier sehr lange mit den vielen verschiedenen Wasserläufen beschäftigt und wir konnten uns zwischendurch eine Abkühlung im See gönnen. Wir hatten an diesem Tag ca. 35 Grad und so war die Zeit am See sehr angenehm.

 

Zur Freude aller gab es unterhalb vom Teich auch einen sehr schönen Stellplatz mit einem Spielplatz direkt vor der Tür. Dieser wurde dann auch Abends und am nächsten Morgen ausgiebig genutzt.

*Tipp* Unsere Stellplätze fanden wir übrigens immer spontan über die App park4night.

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Ein Picknick im Harz und Fotos für die Ewigkeit

Auch die dritte Nacht war angenehm ruhig und erholsam. Wir haben festgestellt, dass wir in diesem Van teilweise besser geschlafen haben als im heimischen Bett, was wohl auch an der mit 1,70 x 2,00 Meter großen Liegefläche gelegen hat. Nach dem Frühstück, mit Vogelgezwitscher, fuhren wir als Erstes zu einem Supermarkt, um unsere Vorräte für unser weiteres Vanlife im Harz aufzufüllen und ein paar Snacks für ein Picknick zu besorgen. Dann machten wir es uns am mittleren Grumbacher Teich auf einer Wiese gemütlich. Da es auch an diesem Tag wieder unglaublich heiß war, ging es mit vollem Magen wieder hinunter zum Wasserspielplatz. Alles Andere machte bei diesen Temperaturen einfach keinen Sinn.

Ein Vanlife im Harz wollten wir natürlich auch fotografisch festhalten. Daher fuhren wir am Abend zur goldenen Stunde noch zu einem schönen Fotospot in der Nähe und stellten unser Stativ auf, den Rest erledigte die Timer-Funktion unserer Kamera. Wir denken, die Bilder sprechen für sich.

Ein sommerlicher Abend in der Altstadt von Goslar

Es war bereits sehr spät und relativ dunkel, als wir in Goslar auf einem großzügigen Parkplatz ankamen. Aber uns überkam einfach die Lust noch durch die Altstadt zu schlendern und vielleicht ein Eis zu genießen. Tagsüber war daran bei solchen Temperaturen nicht zu denken. Wir hatten Glück und waren mit die letzten Gäste, die ein Eis bekamen, bevor hier alles zu machte. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Seitengassen entlang der Abzucht und kamen dann durch Zufall wieder am Parkplatz an. Bis dato war unser Vanlife im Harz ein voller Erfolg. Und es sollte so weitergehen.

 

Der Baumwipfelpfad & Märchenwald in Bad Harzburg

Es war wieder Zeit für etwas Abwechslung und daher fuhren wir nach Bad Harzburg. Bereits am großen Parkplatz angekommen wurden wir von unzähligen Wespen umzingelt, die von den übervollen Mülleimern angezogen wurden. Entsprechend schnell schnappten wir uns unser Zeug und gingen zu den Kassen für den Baumwipfelpfad. Wir fanden dein Eintritt recht happig, aber der Wipfelpfad ist recht lang und es gibt einiges zu entdecken. Der Wipfelpfad wird seinem Namen gerecht und führt einen wirklich durch die Baumkronen. Unterhalb des Pfades entdecken wir dann den Märchenwald, den wir erst für einen offenen Spielplatz hielten. Auch hier waren die Preise recht hoch, aber es sind halt auch sehr touristische Attraktionen in Bad Harzburg. Den Märchenwald möchten wir euch jedoch nicht empfehlen. Ja, Samuel hatte hier seinen Spaß. Aber alles ist sehr in die Jahre gekommen, und teilweise aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Nachts im Tierpark und ein letztes Abenteuer

Vor uns liegt nun bereits unsere vorletzte Nacht und wir haben uns einen Stellplatz am Tierpark Christianental herausgesucht. Nach unseren Abenteuern in Bad Harzburg war es bereits ca. 20 Uhr als wir dort angekommen sind und die meisten Tiere hatten sich bereits zurückgezogen. Wir unternahmen trotzdem noch einen kurzen Spaziergang durch den Tierpark, und gingen dann zurück zum Van, um noch etwas zu essen. Am nächsten Morgen haben wir uns den Tierpark nochmal etwas genauer angesehen und können ihn jedem empfehlen. Er kostet nur 1€ Eintritt p.p und hat 24/7 geöffnet, man kann die Tiere also auch Nachts besuchen. Die Sauberkeit und die großzügigen Gehege haben uns ebenfalls überzeugt.

Gegen Mittag machten wir uns dann mit Line wieder auf in Richtung Heimat. Wir machten bei uns zu Hause einen Zwischenstopp, um den Van größtenteils zu entladen, bevor wir dann auf halber Strecke zum Rückgabeort einen Waldspielplatz aufsuchten, um dort Abends noch etwas zu spielen und dann dort die Nacht zu verbringen. Es war wie immer ein Vorteil, einen Spielplatz direkt vor der Vantür zu haben. Samuel tobte über die Spielgeräte, während wir Essen zubereiteten und das Bett vorbereiteten.

Die letzte Nacht war im Vergleich zu den sehr heißen Tagen vorher ziemlich kalt. Morgens vom Rascheln der Baumblätter geweckt zu werden, hat das aber wieder gutgermacht. Unser Vanlife im Harz endete dann nach einer Woche auf einer Buckelpiste mitten durch den Wald. Das Vanlife hat es uns total angetan und am liebsten würden wir direkt unseren eigenen Van ausbauen, um damit jede freie Minute die Welt zu erkunden. Für uns alleine ist es jedoch kaum realisierbar, also wenn unter euch jemand den gleichen Traum hat, und Lust hat sich mit uns zusammen einen Van zuzulegen, dann meldet euch gern bei uns!

*Tipp* Wenn ihr auch über Paulcamper einen Van mieten wollt, dann folgt doch einfach diesem Link, und erhaltet 30€ Guthaben.

 

 

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